Medizinische Voraussetzungen für die Anerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft

By | 24. Januar 2017
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Anerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft

Medizinische Voraussetzungen für die Anerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft

Medizinische Voraussetzungen für die Anerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft

Medizinische Voraussetzungen für die Anerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft – Zum Erhalt eines Schwerbehindertenausweises müssen bestimmte Leiden, Behinderungen und Erkrankungen vorliegen. Zur Orientierung für Ärzte dienen die „Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit im sozialen Entschädigungsrecht und nach dem Schwerbehindertenrecht“.

In diesem Katalog sind die medizinischen Voraussetzungen zur Anerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft geregelt. Erst, wenn überhaupt eine medizinische Voraussetzung vorliegt, kann ein Schwerbehindertenantrag genehmigt werden. Grundsätzlich muss die medizinische Voraussetzung auch für Laien verständlich formuliert werden. Ärzte, die als Gutachter bestellt werden, verfügen in der Regel über besondere Kenntnisse.

Es handelt sich hierbei zum Beispiel um Amts- oder Vertrauensärzte. Der zuständige Arzt und eventuell hinzugezogene Kollegen entscheiden am Ende alleine darüber, ob eine medizinische Voraussetzung für die Anerkennung der Schwerbehinderung vorliegt. Der Arzt orientiert sich zur Feststellung an den gesetzlichen Anhaltspunkten, die in einem Katalog vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusammengefasst sind. Letztendlich ist aber der individuelle Zustand des Patienten zu berücksichtigen.

Auch identische Krankheiten können in ihren Einschränkungen nicht pauschalisiert werden. Jede Erkrankung kann einen anderen Verlauf nehmen. Zu berücksichtigen ist auch, gerade bei plötzlich auftretenden Behinderungen, zum Beispiel nach schweren Unfällen, der psychische Zustand des Patienten. Dieser kann sich ganz erheblich auf die Genesung und den Umgang mit einem Dauerschaden auswirken.

Zu sehen ist auch der körperliche Zustand des Patienten. Sportliche und bis Dato kerngesunde Menschen können meist besser gegen eine Behinderung oder plötzliche körperliche Einschränkung ankämpfen. Ist das Immunsystem dagegen schon vorher angeschlagen, ist auch der Umgang mit der dauerhaften Erkrankung schwer. Hinzu kommt auch der persönliche Empfindungsgrad. Jeder Patient empfindet die Behinderung anders und stellt sich entsprechend darauf ein.

Die medizinischen Voraussetzungen für die Erstellung eines Schwerbehindertenausweises können völlig unterschiedlicher Natur sein. Neben der offensichtlichen Behinderung, zum Beispiel bei der Bewegungseinschränkung von Extremitäten, können auch innere Leiden vorliegen. Gerade hier ist eine ausführliche medizinische Begutachtung notwendig, da sich Organfunktionsstörungen völlig anders zeigen können. Liegt zum Beispiel eine Erkrankung der Lunge vor, reicht eine Lungenfunktionsprüfung alleine nicht aus.

Um das Grad der Behinderung exakter bestimmen zu können, sind dann auch eine Blutanalyse oder Reversibilitätsteste anzuraten. Am Ende ist aber entscheidenden, inwieweit die Erkrankung das tägliche Leben einschränkt. Dieser Aspekt gilt für alle Begutachtungen. Damit sich das Versorgungsamt ein genaues Bild der Behinderung machen kann, müssen sämtliche medizinischen Unterlagen vorgelegt werden.

Dazu gehören beispielsweise Arzt- und OP-Berichte, Röntgenbilder, andere bildgebende Verfahren, Gutachten, Blutuntersuchungsergebnisse, Dokumentationen über Klinik- und Kuraufenthalte und sonstige Atteste. Aus den medizinischen Unterlagen sollte klar hervorgehen, dass eine Behinderung vorliegt. Alternativ kann man auch eine Ärzteliste zusammenstellen. So kann das Versorgungsamt die erforderlichen Unterlagen direkt bei den behandelnden Ärzten anfordern.

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