Massgebliche Aspekte der Bewertung von Gesundheitsstörungen

By | 24. Januar 2017
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Bewertung-Gesundheitsstoerungen

Massgebliche Aspekte der Bewertung von Gesundheitsstörungen

Maßgebliche Aspekte der Bewertung von Gesundheitsstörungen

Die maßgeblichen Aspekte der Bewertung von Gesundheitsstörungen können nicht pauschalisiert werden. Letztendlich ist jede Behinderung individuell zu sehen. Allerdings kann sich die Bewertung an bestimmte Grundlagen orientieren, die auch maßgeblich in die individuelle Bewertung einfließen sollten. Grundsätzlich muss der Aspekt einer Behinderung oder dauerhaften Einschränkung vorliegen.

Das ist der Fall, wenn der Antragssteller nicht mehr uneingeschränkt am Alltag und am sozialen und öffentlichen Leben teilnehmen kann. Hier sind immer die persönlichen Verhältnisse zu berücksichtigen. Die Behinderung oder der veränderte Zustand der Gesundheit muss dauerhaft bestehen bleiben. Maßgebend ist hier ein Zeitpunkt, der über sechs Monate hinausgeht. Wie die einzelnen Bewertungsaspekte letztendlich aussehen, hängt maßgeblich von der eigentlichen Einschränkung durch die Erkrankung und vom eventuellen Heilungsprozess ab.

Leidet der Patient beispielsweise an Krebs oder an anderen bösartigen Geschwulstkrankheiten, muss der Gutachter auch die Aspekte der späteren Heilung in Betracht ziehen. Hier ist oftmals nach der Behandlung ein weiteres Gutachten erforderlich. Zu sehen sind gerade im Bereich der onkologischen Medizin auch die zu erwartenden technischen und medizinischen Fortschritte. Eventuell bestehen für den Patienten im späteren Verlauf bessere Heilungschancen. Diese müssen dann in der Feststellung der Schwerbehinderung berücksichtigt werden.

Eventuell kommt es zu einer Herabsetzung des Grades der Schwerbehinderung. Bei allen Begutachtungen sind die tatsächlichen Auswirkungen zu sehen. Die Fragestellung geht dahin, welche Funktionsbeeinträchtigung nun tatsächlich vorliegt. Das Alter gehört nur bedingt zu den Aspekten der Feststellung. Normale Alterserscheinungen sind für die Feststellung einer Schwerbehinderung irrelevant.

Liegt allerdings eine Schwerbehinderung aufgrund eines anderen Leidens vor, dann wird das Alter durchaus berücksichtigt. Entscheidend ist hier, wie das Alter sich auf die vorhandene Behinderung auswirkt. So sind in jungen Jahren die Heilungschancen meist besser als im zunehmenden Alter. Entscheidend ist somit auch, ob das Alter sich eventuell negativ auf die Behinderung auswirkt und diese dadurch noch weiter ausgeprägt ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist auch der allgemeine Leidensumfang des Menschen.

Viele Behinderungen und dauerhafte Erkrankungen führen auch zu seelischen Problemen. Es kommt zum Beispiel zu sozialen Ausgrenzungen. Oftmals kann der Erkrankte nur schwer mit seiner Behinderung umgehen. Das ist oft bei akuten Verletzungen oder nach Unfällen der Fall. Der Patient kann sich nur schwer oder gar nicht an die neuen Lebensumstände gewöhnen. Dann ist auch der psychisch Faktor unbedingt zu berücksichtigen. Abschließend kann festgestellt werden, dass jede Art der Einschränkung ein wichtiger Aspekt in der Bewertung darstellt.

Oftmals sind aber auch die Zusammenhänge zu bewerten. Das gilt beispielsweise, wenn mehrere Behinderungen vorliegen. Es kann auch vorkommen, dass sich die Behinderung ganz extrem auf andere Körperteile auswirkt. Dann kann zukünftig mit weiteren Einschränkungen gerechnet werden. Auch Vorerkrankungen sind maßgebend. Manche Grunderkrankungen können sich negativ auf eine Behinderung auswirken. Es kann auch vorkommen, dass das Zusammenspiel der Behinderung und einer Vorerkrankung maßgeblich gestört ist. Zu berücksichtigen ist dann, ob daraus in Zukunft neue Leiden und Einschränkungen entstehen werden.

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