Antrag auf Neubewertung

By | 18. Januar 2017
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Antrag auf Neubewertung

Antrag auf Neubewertung

Antrag auf Neubewertung – Liegt ein Schwerbehindertenausweis vor, kann jederzeit ein Antrag auf Neubewertung gestellt werden. Auch, wenn ein Antrag durch einen Ablehnungsbescheid abgelehnt wurde, hat der Antragsteller ein Anrecht auf Neubewertung.

Der Antrag auf Neubewertung

Der Antrag auf Neubewertung kann beim zuständigen Versorgungsamt gestellt werden. Damit der Antrag überhaupt Aussicht auf Erfolg hat, sollten verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. So ist es eine absolute Voraussetzung, dass auch tatsächlich eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes vorliegt.

Es ist nicht ratsam, dass willkürlich neue Verschlimmerungsanträge gestellt werden. Das hat nur zur Folge, dass der Antrag am Ende abgelehnt wird. In der Regel informiert der Arzt den Patienten über den schlechteren Gesundheitszustand. Er kann aufgrund seiner Erfahrung auch sehr gut einschätzen, ob der Antrag eingereicht werden sollte oder nicht.

Zu beachten ist auch, dass nicht jede Verschlechterung auch den Grad der Behinderung automatisch erhöht. Das kann zum Bespiel der Fall sein, wenn Altersbeschwerden hinzukommen. Liegt eine Behinderung vor, die sich nur aufgrund ganz normaler Altersbeschwerden verschlechtert hat, ist nicht automatisch mit einer Erhöhung des Grades der Behinderung zu rechnen.

Ärzte werden hier ganz genau prüfen, ob die Behinderung hier als Hauptursache zu sehen ist. Anders gestaltet sich die Sachlage, wenn man aufgrund der Behinderung nicht den altersgerechten Zustand erreicht. Dann kann der Antragsteller sehr wohl mit einer Erhöhung des Grades der Behinderung rechnen. Generell ist jedes Grad der Behinderung dehnbar.

Es ist auf einen bestimmten Zustand ausgelegt und beinhaltet Beschwerden, die sich innerhalb dieses Grades bewegen. Das hat zur Folge, dass nicht jede weitere Verschlimmerung auch automatisch den Grad der Behinderung beeinflusst. Das gilt auch, wenn der Patient eine offensichtliche Verschlimmerung nachweisen kann. Sollte sich diese Verschlimmerung nämlich noch im festgestellten Grad der Behinderung bewegen, wird sich am Grad der Behinderung nichts ändern.

Dadurch wird deutlich, dass ein Antrag auf Neubewertung wirklich nur gestellt werden sollte, wenn es sich um eine gravierende Verschlimmerung handelt. Der Antrag auf Neubewertung ist auch dann zustellen, wenn sich der Gesundheitszustand verbessert hat. Grundsätzlich wird der Schwerbehindertenausweis nur gewährt, wenn der Zustand der Behinderung länger als sechs Monate anhält.

Es gibt körperliche Leiden, die länger als sechs Monate anhalten und sich dann aber durch eine mehrjährige und gezielte Behandlung verbessern lassen. Auch nach Operationen kann ein verbesserter Zustand erreicht werden. Die Medizin befindet sich einer ständigen Weiterentwicklung. Daher können auch neuartige Behandlungsmethoden die Behinderung verbessern.

Unabhängig von den Gründen ist jede Veränderung des gesundheitlichen Zustandes dem Versorgungsamt mitzuteilen. Das gilt insbesondere, wenn sich dadurch der gesundheitliche Zustand deutlich verbessert hat. Dann ist eine schnelle Prüfung des Grades der Behinderung erforderlich. Nur so wird gewährleistet, dass der Besitz eines Schwerbehindertenausweises auch wirklich berechtigt ist.

Natürlich kann auch das Versorgungsamt eine Neubewertung anordnen. Das geschieht, wenn dem Amt glaubhafte Hinweise vorliegen über eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustandes. Völlig unabhängig vom Ergebnis der Neubewertung gelten hier alle Maßnahmen des Grades der Behinderung, die im Feststellungsbescheid festgestellt wurden. So verändert sich nicht nur der Grad der Behinderung, sondern auch alle damit verbundenen Erleichterungen oder Ermäßigungen.

Auch die Sondermerkmale werden nach dem neuen Feststellungsbescheid behandelt und können somit entfallen. Der Antrag auf Neubewertung wird wie ein Erstantrag gestellt. Im Antrag sind neben den persönlichen Angaben auch alle behandelnden Ärzten und Krankenhäuser aufzulisten.

Der Antrag wird unterschrieben an das Versorgungsamt geschickt. Auch bei einer Neubewertung kann das Versorgungsamt eine ärztliche Begutachtung verlangen. Ebenso erhält das Amt Einblick in die medizinischen Unterlagen.

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